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Energieaudit-Guide für Österreich

Bundes-Energieeffizienzgesetz (EEffG) — e-Control Monitoringstelle — Frist 11. Oktober 2026

Wer ist verpflichtet?

Derzeit sind große Unternehmen nach EEffG verpflichtet (>249 Beschäftigte oder >50 Mio. € Umsatz UND >43 Mio. € Bilanzsumme). Mit der Umsetzung der EED-Recast-Richtlinie 2023/1791 wird das Kriterium auf den Energieverbrauch umgestellt: Jedes Unternehmen mit einem Jahresenergieverbrauch über 10 TJ wird verpflichtet — unabhängig von Größe oder Branche. In Österreich sind schätzungsweise 3.000–3.500 Unternehmen betroffen.
Jahresverbrauch > 10 TJ?
10 TJ?JANEIN
Auditpflicht nach EEffG
KMU-Ausnahme — regelmäßig prüfen

10-TJ-Schwellenwert

10 TJ/Jahr entsprechen ca. 2.778 MWh Strom, 292.000 m³ Erdgas oder 280.000 Liter Diesel. Eine Flotte von rund 28 Lkw überschreitet bereits die 10-TJ-Schwelle. Alle Energieträger werden einbezogen: Strom, Gas, Fernwärme, Diesel/Benzin der eigenen Flotte. ISO 50001 (akkreditiert, Abdeckung ≥90 % des Verbrauchs) befreit von der Auditpflicht.

Fristen

Bestehende große Unternehmen: 4-Jahres-Zyklus, zuletzt 30. November 2025 (e-Control). Neue EU-Frist für das 10-TJ-Kriterium: 11. Oktober 2026. Das novellierte EEffG wird neue Fristen für erstmals betroffene Unternehmen festlegen. Handeln Sie jetzt, bevor das neue Recht in Kraft tritt.
Verbrauch prüfenjetztAuditor beauftragenT1 2026Audit durchführenT2–T3 2026e-Control Einreichung11.10.2026Verbindliche EU-Frist

Sanktionen

Das novellierte EEffG wird Sanktionen für Verstöße festlegen (Details in Ausarbeitung). Aktuelle Regelung: e-Control kann Unternehmen zur Einhaltung auffordern und Verfahren einleiten. Vergleichbare EU-Länder: Bußgelder von 10.000–100.000 € üblich. Das neue Recht wird voraussichtlich empfindliche Sanktionen vorsehen.
4k EURAuditkosten (Effivera)50k EURSanktionen (Vergleich EU)gegenüber×14 Jetzt prüfen — neues Recht kommt 2026

Auditablauf: Fünf Schritte

5 Schritte: (1) Abgrenzung des Prüfumfangs → (2) Datenerhebung (12 Monate: Strom, Gas, Diesel, Fernwärme) → (3) Vor-Ort-Begehung durch zugelassenen Auditor → (4) Auditbericht gemäß EN 16247 → (5) Einreichung bei der e-Control (Monitoringstelle). Effivera kombiniert Remote-Analyse mit gezielter Vor-Ort-Begehung.
1
Daten
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Umfang
3
Vor-Ort
4
Bericht
5
e-Control

Anerkannte Normen

EN 16247-1 (allgemeine Anforderungen, Minimum), EN 16247-2 (Gebäude), EN 16247-3 (industrielle Prozesse), EN 16247-4 (Transport). ISO 50001 (akkreditiert nach ACCREDIA/österreichisches Akkreditierungssystem): vollständige Befreiung von der Auditpflicht bei Abdeckung ≥90 % des Verbrauchs.

KMU-Ausnahmen

KMU (unter allen drei Schwellenwerten: <250 Beschäftigte UND <50 Mio. € Umsatz UND <43 Mio. € Bilanzsumme) sind ausgenommen. Das novellierte EEffG könnte zusätzliche Ausnahmen für freiwillige Branchenvereinbarungen vorsehen — Details noch in Ausarbeitung.

Förderungen

Aktuell gibt es in Österreich keine direkte Förderung für Energieaudits. Das SAG 2025 (Standortabsicherungsgesetz) fördert bis zu 75 % der CO₂-Mehrkosten für energieintensive Industrien — jedoch nicht die Auditkosten selbst. Der Klima- und Energiefonds (Österreich) unterstützt Energieeffizienzmaßnahmen nach dem Audit. E-Control bietet kostenlose Beratung.

Wichtige Branchen in Österreich

Industrie (voestalpine, ANDRITZ, Anton Paar), Tourismus und Skigebiete (Seilbahnen, Schneekanonen: Arlberg, Kitzbühel, Schladming — Schneekanonen-Energie ist ein Hauptverbraucher!), Lebensmittel (Agrana, Red Bull), Logistik und Transport, Chemie und Papier.

Nächste Schritte

Schritt 1: Effivera-Rechner nutzen — kostenlos in 60 Sekunden. Schritt 2: 12-monatige Verbrauchsdaten sammeln (Strom, Gas, Diesel, Tankkarte). Schritt 3: EN-16247-Auditor beauftragen. Schritt 4: Bericht bei e-Control einreichen. Schritt 5: Effizienzmaßnahmen umsetzen (Klima- und Energiefonds-Förderungen nutzen).

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